Wie die Financial Times Deutschland berichtet, steht die Dexia Bank massiv unter Druck. Der Aktienkurs fiel Anfang der Woche fast 38% in Minus. Grund ist das starke Investment in Griechenland. 

Zur Stützung muss Frankreich und Belgien tief in die Tasche greifen. Eventuell wird sogar das Kredit Rating der beiden Volkswirtschaften leiden.


Heute – 29. September 2011 wurde die Aufstockung des EFSF – also des Euro Rettungsschirms im deutschen Bundestag mit einer doch deutlichen Mehrheit beschlossen. Somit hat Deutschland die erweiterte Übernahme von Haftungen für Krisenländer wie Griechenland, Portugal und Irland bestätigt.

Man kann nun über die Notwendigkeit und auch die Sinnhaftigkeit des EFSF diskutieren, aber die Auswirkungen und die Nachhaltigkeit des Rettungsschirms wird auch von wichtigen Wirtschaftsexperten in Frage gestellt. Das Handelsblatt titelt – Denn Sie wissen nicht was Sie tun – und meint damit die Abgeordneten.

Zerstörung unserer Erde – Und nun bleibt dennoch Nichts! 

Es ist klar, dass wir für die künftigen Generationen einen riesigen Schuldenberg hinterlassen. Was werden sich unsere Nachfahren denken müssen, wenn sie erkennen, dass wir den Planeten ausbeuten, verschmutzen und dann auch noch das, wofür wir unseren Planeten verschmutzen den Bach runter geht.
Geld, Geld und nochmals Geld soll gemacht werden – koste es was es wolle. So zerstören wir unsere Erde und am Ende sind wir doch arme Schlucker weil das schöne Geld weg ist. Aber wo ist es denn eigentlich hin „das Geld“? Es kann sich ja nicht einfach in Luft auflösen oder verschwinden? Ich tippe mal, dass sich Einige eine goldene Nase verdienen und der Rest bleibt auf dem Schuldberg sitzen. Nachhaltig ist das nicht, aber wen interessiert das auch schon.
Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das Politiker und Unternehmer verwenden wenn Sie sagen wollen, „Wir machen mal und es soll auf langfristig gut sein, aber wissen tun wir es nicht!“.

Ungeborene verkauft!
Der Blog astrologieklassisch.wordpress.com bringt es schön auf den Punkt – Selbst Ungeborene werden verkauft und deren Zukunft geopfert. Geopfert für den Tanz ums goldene Kalb. Geopfert aus Feigheit die Wahrheit zu sagen! Geopfert für ein System, dass tot krank ist.
Man muss es einsehen – Griechenland ist Pleite und wird mit dem Geld nur künstlich am Leben gehalten. Und lustig ist das für die Griechen auch nicht.
Diese ganze Aktion soll jene, die mit Anleihen des griechischen Staates gute Geschäfte machten und noch immer machen schützen. Soll das Risiko auf Alle, also die Gemeinschaft abwälzen. Interessant, wie Kapitalismus schnell zu Sozialismus werden kann. Gewinn schön den Privaten überlassen, das Risiko und somit den Verlust trägt die Gemeinschaft. Wunderbar und nachhaltig obendrein.

Schöne Zukunft in die wir da gestoßen werden…


brans.eins – ein bekanntes und reichweitenstarkes Marketingmagazin hat das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen und einen Artikel zum Thema veröffentlicht.

Nachhaltige Geschäftspraktiken werden immer wichtiger

Vor 10 Jahren war das Thema noch ein Randthema, denn eine größere Öffentlichkeit hat erst mit der Diskussion um den Klimawandel und nun dem Atomunfall in Japan erkannt, dass wir unsere Ressourcen im eigenen Interesse schützen müssen.
Und hier liegt die Betonung auf „im eigenen Interesse“ – denn genau dies zwingt nun viele Unternehmen in eine nachhaltigere Geschäftspolitik, denn was tun wenn Kunden und die Regulation nun immer mehr auf Nachhaltigkeit pochen.

Nachhaltigkeitsmanagement als Schlagwort

Die Lösung schein relativ einfach – Nachhaltigkeitsmanagement einführen – und zwar schnell. Auch eine CSR Zertifikat oder eine Nachhaltigkeitsauszeichnung soll das Image aufpolieren.
Doch wenn man sich so umsieht und die Beweggründe vieler Unternehmen ansieht, dass geht es wirklich nur um Marketing und Verkaufen eines „Grünen Gedankens“ – siehe den Energieriesen eines großen deutschen Energiekonzerns.

Nachhaltige Geschäftsmodelle sind mehr als eine Brandingmaßnahme!

Und genau das ist der Punkt. Einfach Grüne Farbe dranmachen und die Wörter „Bio“, „Öko“ und „Nachhaltigkeit“ auf die eigenen Fahnen zu heften ist zu wenig. Der Aufbau eines Geschäftsmodells, dass auch ökologischen Grundprinzipien aufbaut ist gefordert. Klar, das braucht Zeit und kann nicht von einem Tag auf den anderen geschähen – doch wo sind die Fortschritte. Unternehmen, die eine ausgeklügelte Vermarktungsaktion hinsichtlich der eigenen ( noch ) nicht vorhandenen Öko-Geschäftspraktiken umsetzen kann, wird doch auch ein geeignetes Medium finden, in dem die Fortschritte am Weg zum „Grünen Bewusstsein“ dokumentiert.


Blogs sind eine wunderbare Informationsquelle – egal zu welchem Thema. Seit Suchmaschinen das Suchen im Internet wesentlich vereinfacht haben, ist es auch nicht mehr so gute Informationsquellen zu finden. Dennoch möchte ich hier ein paar Blogs zum Thema Nachhaltigkeit präsentieren.

oekoenergie-blog.at
Kategorie: Alternative Energie

oekoblogger.de
Kategorie: Plattform für nachhaltige Entwicklung

faireni.com/fairtrade-blog
Kategorie: Fairtrade

oekoblog.de
Kategorie: Nachrichten

Diese Rubrik wird laufend erweitert!

Gerne nehme ich auch Sie in diese Liste auf – einfach einen Kommentar abgeben…

 


In Deutschland steigt die Nachfrage nach ökologischen und nachhaltigen Geldinvestments – Das können Ökoinvestments sein, aber auch Investitionen in Unternehmen, die soziale Aspekte bei der Produktion in Entwicklungsländern beachten und für gute Arbeitsbedingungen sorgen gehören in diese Gruppe.

Die Einstellung, das nachhaltige Geldanlagen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Ressourcen und Umwelt leisten setzt sich immer stärker durch. Besonders jüngere Menschen verstehen Investments nicht nur zu bloßen Geldanlage ohne Rücksicht auf die Umwelt und Menschen.

Weiterführender Artikel auf agrarheute.com


Michaela Brötz, die Herausgeberin des Newsletters derkauser.at trifft in der Juli-Ausgabe mit der Aussage „Die Zeit der billigen Lebensmittel ist vorbei!“ den Nagel auf den Kopf.

Steigende Lebensmittelpreise – Revolten vorprogrammiert

Steigende Preise für Grundnahrungsmittel und natürliche Rohstoffe für die Lebensmittelproduktion steigen seit Jahren rasant an.
Selbst die FAO hat 2008 vor Unruhen und Hungerrevolten in Ländern der Dritten Welt gewarnt.
Und heute – ja heute ist es Wirklichkeit geworden. Auch wenn unsere Medien den Grund des Arabischen Frühling auf den Wunsch der Bevölkerung nach Demokratie zurückführen – die Triebfeder der Massen war etwas Anderes.
Die jungen Revolutionäre nutzen den Unmut der Massen nur aus – doch es ging nicht um Demokratie sondern um viel „einfachere“ Grundbedürfnisse – nämlich um die Grundversorgung mit Nahrung und Wasser.
Durch die immer höher steigenden Preise auf Weizen kann sich die Masse nicht mehr satt essen – und dann funktioniert das Prinzip „Brot und Peitsche“ nicht mehr.

Immer stärker ansteigender FAO-Food Price Index

Auf querschuesse.de findet sich dazu ein interessanter Artikel zum steigenden FAO – Food Price Index
Letztlich kann nur durch eine nachhaltige Landwirtschaft, die übrigens auf von der FAO gefordert wird ( siehe Artikel FAO fordert nachhaltige Landwirtschaft )  die Lebensmittelproduktion gesichert werden.
Doch aktuell hat die politische Führung andere Sorgen – Geldsorgen um genau zu sein.


Unsere Meer sind überfischt – teilweise massiv überfischt. Abgesehen von den Millionen Menschen, die vom Meer als Nahrungsquelle abhängig sind, werden fischleere Meere auch andere Auswirkungen auf unseren Planeten haben. Denn ohne Fische sind Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem denkbar und wahrscheinlich.

Trotz vieler Mahnungen zu mehr Nachhaltigkeit – wie zum Beispiel auf malediven-islands.de – zur Überfischung der Meere wird seitens der zuständigen Politik nur herumgedrückt.

Beifang und nachhaltige Bewirtschaftung sowie die immer stärker werdende Schwarzfischerei sind heiße Eisen, die sich offensichtlich kein Politiker in keinem Land angreifen will.
Solange sich der Raubbau rechnet wird sich Nichts ändern.

Auch greenpeace.org fordert seit langem eine nachhaltige Fischerei und kämpft für klare Vorgaben und Kontrollen.


Positiv überrascht Miele mit seinem Nachhaltigkeitsbericht.

Miele nimmt das Thema zumindest in der Kommunikation ernst und zeigt sich als Unternehmen mit einem Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Nachhaltigkeitsmanagement.

Langlebige Produkte und sinnvolle Lieferketten werden von Miele als selbstverständlich angesehen – zumindest laut der Webseite.


Die Zeit titelt „Unsere Märkte sind zukunftsblind – Politik und Unternehmen ignorieren die Folgen unseres Wirtschaftens für künftige Generationen„.

Der Artikel ist ja gut und schön – doch neu ist das nicht.
Warum sollten Politiker nachhaltig Entscheidungen treffen?
oder warum Unternehmen nachhaltig wirtschaften?

Es gibt keinen Grund, denn wie Wähler und Konsumenten wollen es nicht anders!
So sieht sich Hans Huber im Fernsehen die Auswirkungen des Klimawandels an und ist bestürzt – „Hui da muss doch Jemand etwas dagegen tun!“
Doch wird von der EU ein Verbot von energiefressenden Glühbirnen ausgesprochen fühlt man sich in der persönlichen Freiheit beschränkt.
Und wer bitte schön möchte auf Fernreisen, Mobilfunk oder Küchengeräte verzichten?

Es ist scheinheilig den Unternehmen und Politiker alleine die Schuld zu geben. Den der Markt besteht nicht nur aus Unternehmen und Politik – Nein im Markt sind auch die Konsumenten als Marktteilnehmer vorhanden. Und der Konsument kann mit seinen Wünschen den Markt sehr wohl beeinflussen.

 


Die Montanuniveristät im österreichischen Leoben reagiert auf den zunehmenden Bedarf an Nachhaltigkeitsmanagern und bietet ab November 2011 einen Lehrgang zu diesem Thema an.

Der Lehrgang dauert 3 Semester und ist berufsbegleitend ausgelegt.

Kosten für den Unilehrgang Nachhaltigkeitsmanagement liegen bei rund 11.000 Euro.

Abschluss des Lehrgangs ist ein Zertifikat „Umweltmanagement & Akademischer Nachhaltigkeitsmanager“

Infos gibt es auf der Homepage der Montanuni Leoben.

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